aktualisiert am Dienstag, 4 November, 2008

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BUND-Dresden | 03.11.2008

EMNID-Studie: Mehrheit für Umweltschutz an den Flüssen

Tiefensee fehlinterpretiert Ergebnisse der Studie

In einer repräsentativen Befragung untersuchte die EMNID GmbH im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums im August 2008 die Einstellungen und Wünsche der Bevölkerung zum Thema „Flüsse und Flussgebiete“.

Wegweisend sind dabei die Umfrageergebnisse zur Flusspolitik: Eine große Mehrheit will in erster Linie eine Stärkung des Umweltschutzes (94 Prozent) und der Freizeitnutzung (67 Prozent) an Flüssen. Das wäre im Vergleich zu den von der Bevölkerung wahrgenommen Aktivitäten der Politik jeweils eine Steigerung um mehr als 50 Prozent! Dagegen soll laut Umfrage das politische Engagement für den Transport auf Flüssen reduziert werden; die grafische Darstellung der Studie zeigt, dass der angegebene Soll-Zustand 13 Prozent unter dem Ist-Zustand liegt.

Soll: Warum sollte sich die Bundesregierung hinsichtlich der Zukunft unserer Flüsse stärker engagieren?

Ist: Zu wessen Gunsten verlaufen Ihrer Meinung nach derzeit die Aktivitäten der Bundesregierung zur Entwicklung von Flüssen vor allem?

Emnid Studie Abb. 17

Quelle: TNS Emnid Gmbh (2008): Flüsse und Flussgebiete

Eine erstaunliche Fehldeutung der Ergebnisse unterlief dem Bundesverkehrsminister.
Er schlussfolgerte im Untertitel einer Pressemitteilung zur EMNID-Studie: „Mehrheit der Deutschen will verstärkte Nutzung von Wasserstraßen“. Hier ignoriert Minister Tiefensee die Bedürfnisse der Bevölkerung, statt sie zur Zielvorgabe für seine Politik zu machen.
Es ist jetzt an der Zeit, den Willen der Bürger umzusetzen und dem Schutz der Flüsse Vorrang einzuräumen, anstatt mit Fehlinterpretationen unsinnige Flussbaumaßnahmen beschönigen zu wollen.

Lars Stratmann | BUND Dresden

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Emnid-Studie 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

…die Studie als PDF im Internet

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