aktualisiert am Freitag, 8 August, 2008

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BUND-Presseinfo | 22.07.2008

BUND-Chef Weiger: Planungsverfahren zum Saale-Elbe-Kanal einstellen

Saale und Elbe als Großschifffahrtsstraßen völlig ungeeignet

Anlässlich des heutigen Besuchs der Parlamentariergruppe „Frei fließende Flüsse“ an Elbe und Saale fordert der Bundesvorsitzende des BUND, Prof. Hubert Weiger den Landesverkehrsminister Karl-Heinz Daehre auf, das Raumordnungsverfahren zum Bau des Saale-Elbe-Kanals einzustellen.

Weiger: „Die Fakten sprechen für sich: Die Kosten des Kanalbaus übertreffen den Nutzen. Hier liegt ein eklatanter Fall von Steuergeldverschwendung zu Lasten der Natur vor. Unabhängige Wissenschaftler der Universität Halle-Wittenberg sowie Umweltökonomen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung Leipzig (UFZ) haben diesen Nachweis kürzlich vorgelegt. Nun müssen Konsequenzen durch die Politik gezogen werden“.

Elbe und Saale seien wegen häufiger Niedrigwasserstände für die Großschifffahrt nicht geeignet, erklärt der Bundesvorsitzende. Deshalb müsse sich auch der Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee von dem Bauziel von 1,60 m Mindesttiefe für die Elbe verabschieden:

„Die Schifffahrtsverwaltung missbraucht die sogenannten Unterhaltungsmaßnahmen für einen verdeckten und daher illegalen Ausbau der Elbe, ohne das Ziel der ganzjähringen Befahrbarkeit der Elbe erreichen zu können. Die Behörde schürt damit Illusionen, die nicht erfüllbar sind, da die nötigen Wassermengen immer öfter fehlen. Das sinnlose Verkippen von Tausenden Tonnen von Schottersteinen an den Ufern der Elbe muss deshalb ein Ende haben. Die Elbe ist zu kostbar, um sie zur uniformen Wasserstraße zu degradieren.“

Weiger begrüßt die Gründung der Parlamentariergruppe „Frei fließende Flüsse“ und wünscht Ihr viel Erfolg bei der Rettung der letzten naturnahen Flüsse. Elbe, Saale und Donau stehen dabei im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen.

„Wir stehen vor einem Wertewandel im Umgang mit unseren Flüssen, das gibt uns Hoffnung“ so das Fazit von Weiger

Rückfragen: Ernst Paul Dörfler | BUND-Elbeprojekt | mobil: 0178 1617800

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